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MandalaDie Parabel der Wirklichkeit
(Übersetzung aus Kryon 8, Passing the Marker)

Es war ein heisser Tag, als Gott mit Neuigkeiten zu Abraham kam. Abraham hatte es nicht voraus gesehen. Gott machte ihm klar, dass er verlange, dass Abraham seinen einzigen, geliebten Sohn, Isaac, auf dem Altar auf dem Berggipfel opfern müsse. Abraham war emotional völlig aufgewühlt, er konnte es nicht glauben. Es war der Anfang einer wunderschönen Lektion für Abraham – eine Parabel, die jetzt aufgezeigt werden kann, als etwas viel mehr, als Gehorsam zu Gott.

Abrahams Gehorsam war nicht blind. Er hatte den „Mantel von Weisheit“, wovon hier die Rede ist, der ihn verstehen liess, dass Heiligkeit in diesem Test vorhanden ist. Nicht einen Moment lang zweifelte er daran, dass er es tun würde, aber es war nicht blinder Gehorsam. Abraham fühlte die Wichtigkeit dieser Herausforderung und er begann sofort zu beten, dass diese Lektion von ihm genommen würde. Sogar als er die Träger für die Reise auf die Bergspitze organisierte und seinen Sohn über die Reise informierte, betete er, dass diese Lektion von ihm genommen werde. Er sagte niemandem aus dem Gefolge, was der wahre Grund dieser Bergbesteigung ist. Nur Abraham wusste es und nur er trug die Last der Realität die kommen würde.

Es war eine dreitägige Reise zum Ort, wo das Opfer stattfinden würde. Der Ort wohin sie gingen war ein heiliger Ort, wo viele Lämmer, in der Art jener Tage, geopfert worden waren, um Gott/Spirit zu ehren,. Dieses Mal würde es anders sein und Abraham begann in die künftige Realität zu sehen und es war abstossend für ihn – eine Realität in der er seinen wertvollen Sohn ermorden würde – den Sohn, den er sein „Wunder Gottes“ nannte. Dieses Wunder wurde ihm sehr spät im Leben von seiner Frau gegeben, einer Frau die keine Kinder gebären konnte, da sie zu alt war – trotzdem geschah es.

Abraham konnte die Nacht davor nicht schlafen und nahm die Position ganz hinten in der Gruppe ein. Das war nicht seine Art, der letzte zu sein, aber dieses Mal tat er es mit einem Grund – er wollte nicht, dass jemand sah, dass er weinte. Sein Sohn stellte viele Fragen, aber Abraham blieb bei seiner wahren Aussage, dass auf dem Berggipfel ein Opfer abgehalten werde – ein spezielles Opfer, an das sich alle ein Leben lang erinnern würden. Abraham war auf dem Tiefpunkt seines Lebens, aber er nahm sich zusammen, als sie den ersten Tag auf dem beschwerlichen Weg waren – einen Weg, den sie vorher schon viele Mal gegangen waren.

Als es Zeit wurde, die erste Nacht von zwei Nächten zu kampieren, brach Abraham in einiger Entfernung vom Kampierplatz zusammen und begann zu schluchzen, währen er zu seinem geliebten, fairen Gott betete. „Lieber Gott, bitte nimm diese Last von mir!“, betete er. „Lieber Gott, es gibt nichts das Du nicht tun kannst. Nimm diese Bürde, jetzt, da Du weisst, dass ich tatsächlich diese Aufgabe ausführen werde, von mir. Ich werde es tatsächlich tun. Hilf mir zu verstehen – bitte!“

In der Stille, völlig erschöpft und im Halbschlaf hörte Abraham ganz klar die Stimme Gottes:
„Abraham sei friedvoll, ruhig und wisse, ICH BIN Gott“, kam die Antwort.

Abraham wusste mit dieser Antwort nichts anzufangen. „Lieber Gott, wie kann ich friedvoll sein? Mein Herz ist gebrochen und mein Seele ist krank. Ich habe das Gefühl, dass ich dies alles träume. Es ist der Alptraum in meiner Existenz. Es ist eine schreckliche Wirklichkeit. Wo ist die Ruhe darin? Wo ist der Frieden darin? Du sagst mir, ruhig zu sein? Wie?“. Abraham sank müde und niedergeschlagen zusammen. Wieder hörte er die Antwort.
„Abraham, sei friedvoll, ruhig und wisse, ICH BIN Gott,“ kam die Antwort.

Abraham fiel in und aus dem Schlaf. Jedes Mal, wenn er erwachte, war das gleiche Gebet auf seinen Lippen. Er warf sich in den Dreck auf den Bauch vor Gott und bettelte für mehr Antworten. Seine Träume zeigten ihm eine Realität die abscheulich war für ihn. Da lag Isac auf dem Alter, den Opferdolch über seiner Brust im Begriff in sein Herz gestossen zu werden von seinem eigenen Vater. Abraham fühlte den Griff der Waffe und holte aus, um sie ins Herz seines Sohnes zu stossen. Er erwachte.

Wieder begann die Gruppe mit ihrem Aufstieg. Abraham war der Letzte. Er fühlte, dass er nicht geschlafen hatte und fühlte sich wie ein Zombie, einen Fuss vor den anderen setzend. Den ganzen Tag brannte die Sonne auf ihn und seine Männer nieder – Abraham konnte seine Augen nicht von seinem Sohn, seinem geliebten Sohn nehmen. Bei jeder Rast, rief Abraham Isac an seine Seite, damit er seine Jugend bewundern konnte und ihn für die wenigen noch verbleibenden Momente zu lieben. Die grösste Angst aller Eltern ist, dass sie ihre Kinder überleben. Nun war er hier, bereit diese schicksalshafte Realität umzusetzen.

Wieder kam eine Nacht. Es war die letzte Nacht und morgen würde der dritte und letzte Teil des Trecks sie zum Gipfel bringen, wo die „Heldentat“ vollbracht werden sollte. Wieder fand Abraham einen Flecken für sich alleine, von der Gruppe entfernt. Er baute sich einen eigenen Altar auf und bat Gott, dass er das Opfer sein dürfe – gerade hier und jetzt. Er versuchte mit Gott zu kommunizieren, aber schien nichts zu erhalten. Als er fühlte, dass Gott nicht länger da war, hörte er erneut die Antwort, sie war ein wenig anders.
„Abraham, höre zu!“ kamen die Worte.
„Höre – sei ruhig, Abraham“, sagte die Stimme. „Wisse, ICH BIN Gott.“

Abraham hob seinen Kopf. War das die Antwort, oder einfach Gott ist Gott? Es tönte als ob eine Botschaft in dieser Nachricht ist – eine Botschaft mit Hoffnung darin. Warum würde Gott so etwas tun? Er erinnerte sich, was er gelernt hatte – etwas das ihm Spirit einst gesagt hatte. Er erinnerte sich, das ihm gesagt wurde, dass Gott sich am Leiden eines Menschen nicht erfreut. Er erinnerte sich, dass Gott ihm gesagt hat­te, dass alle Lektionen nicht um Gehorsam, sondern Lösungen gehen. Abraham wuss­­te, dass etwas anderes in der Luft lag. Er begann zu verstehen. Zuerst hatte er nur einen kleinen Schimmer, was es bedeuten könnte, was da zu ihm kam, dann erkannte er das ganze Bild.

Abraham verstand, wenn er Ruhe und Frieden kreieren wollte, musste er seine Vision verändern, oder die Wirklichkeit, was auf dem Berggipfel geschehen sollte. Er begann zu visualisieren, wie er mit seinem Sohn ein Picknick auf dem Gipfel abhielt. Sie würden alle essen und feiern, die Liebe Gottes zelebrieren, und sein Sohn wäre der Ehrengast. Abraham hielt diese Vision und glaubte mit der ganzen Kraft seines Herzens daran. Dies war der einzige Weg wie er Ruhe und Frieden kreieren konn­te, so wie er angewiesen wurde. Als sein Herz sich beruhigte und sein Wohlbefinden sich wieder einstellte, wurde ihm der Test der Botschaft gegeben.

Ist das ICH BIN ein Signal? Vielleicht eine Botschaft? Es war kein Hinweis darauf wer Gott ist. Es war eine Botschaft in der Botschaft, wie in den heiligen Schriften, die geschrieben worden waren. Abraham wusste und verstand wie die Alten ihrer Zeit ihre Methode hatten die heiligen Schriften zu schreiben. Das könnte dieselbe Art von Metapher sein. Was könnte „wisse ICH BIN Gott“, bedeuten? Dann hatte Abraham ein Erkenntnis. Das ICH BIN war er! Es ist der Kreis von Göttlichkeit, von dem er wusste, dies ist sein spiritueller Mantel. Die Botschaft war: „Abraham, sei friedvoll und ruhig im Wissen, dass wir Gott sind!“.

Abraham konnte es nicht glauben. Er jubelte vor Freude. Er war für Stunden auf dem Bauch gelegen, betetend dass „Gott alles tun könnte“, „Gott könnte diese Bürde wegnehmen“. „Gott könnte die Wirklichkeit verändern.“ Jetzt verstand er die Botschaft. Er war ein Teil von Gott! Abraham könnte seine Wirklichkeit verändern, mit der absoluten Macht in ihm selbst. Abraham feierte bereits als er die Führung zum Berggipfel, mit dem Sohn auf seinen Schultern, übernahm. Er würde genau das tun, worum er Gott gebeten hatte es zu tun. Die Botschaft war klar und Abraham war ermächtigt die Veränderung selbst zu tun.

Du weisst wie die Geschichte endet. Abraham hatte ein Picknick mit seinem Sohn auf dem Berggipfel! Nicht ganz die Moral an die Du Dich erinnerst? Nicht ganz die Lektion die Du zu dieser Geschichte gelehrt wurdest? Es geht um das Verändern der Wirklichkeit. Es geht um die Macht der menschlichen Wesen visuelle Lösungen in schrecklichsten Lektionen, die möglich sind, zu kreieren. Es geht um den Sieg über die Angst und um Ruhe und Frieden.

Frage dich selbst gerade jetzt, wie du so da sitzt, „auf welchem Teil des Berges bin ich jetzt? Tue ich den „oh – ich bin es“ Teil? Bettle ich Spirit um Hilfe? Oder....zelebriere ich eine Vision der Lösung, von der ich nicht wusste, wie ich sie herbeiführen könnte?“.

Was ist deine Wirklichkeit, deine Realität? Hast Du Angst vor einer Wirklichkeit mit einem verhängsvollen Schicksal, Düsterkeit und Hoffnungslosigkeit? Das ist der alte Weg! Warum nicht einen neuen kreieren? Du bist absolut ermächtigt dies zu tun. Die ganze Bedeutung dieser Geschichte ist:

DU BIST IN DER LAGE DEINE WIRKLICHKEIT ZU ÄNDERN. DARUM, TU ES!

Beginne mit der Visualisierung von Hoffnung. Mache Frieden mit den Problemen, was immer sie auch sind. Verstehe, dass alles in einem grösseren Zusammenhang ist und sei Teil vom Überblick. Dann, wie Abraham, mit reiner Absicht, beginne das Muster der Wirklichkeit um dich herum zu verändern. Es wird geschehen!